Burning Man Festival, 26.08 – 03.09. 2018

Burning Man Festival, 26.08 –  03.09. 2018

Der Burning Man ist ein alternatives Festival in den USA und findet jedes Jahre eine Woche lang von Ende August bis Anfang September statt. 2018 ist das Festival vom 26. August bis zum 3. September terminiert. Mitten in der Wüste von Nevada wird dabei ein ausgetrockneter See mitten im Nirgendwo der Wüste von Nevada zu „Black Rock City„, einem riesigen Campingplatz auf dem sich bis zu 50.000 Festival Besucher aus aller Welt und aller Weltanschauungen treffen um gemeinsam Party zu feiern, Musik zu machen, Kunst zu präsentieren oder um sich einfach auszutoben. Beim Burning-Man Festival in den USA ist (fast) alles erlaubt. Als Hippie-Event am Strand von San Francisco hat alles angefangen, bevor der Burning-Man zum Mainstream wurde. Hippies mit Gitarre trifft man nun ebenso auf dem Festival wie Yuppies und Techno-Jünger die zu elektronischer Musik tanzen.

Wer Musikfestivals in Europa kennt darf sich beim Burningman Festival nicht den selben Luxus erwarten. Die Philosophie in Black Rock Citiy ist nämlich eine ganz andere. So gibt es z.B. keine fixen Bands die spielen, sondern alles wird von den Teilnehmern selbst organisiert. Die meisten Besucher schließen sich in so genannten Camps zusammen und organisieren ein eigenes kleines Mini-Event, eine eigene Bar oder Tanzfläche. Dabei wird alles in kommunistischer Hippie Manier geteilt. Es ist eine Mischung aus Karneval, Kunst-Ausstellung, Freikörperkultur und ein bisschen Musik-Festival. Für manche kann es sehr gewöhnungsbedürftig sein, dass Geld auf dem Burningman Festival als Tabu gilt und daher auch auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, „Playa“ genannt, komplett nutzlos ist. Lediglich im Center-Camp kann man sich Wasser, Limo und Kaffee in kleinen Bechern kaufen, ebenso wie Eisblöcke. Die Einnahmen gehen als Spende an Indianer in der Region. Man muss sich also mit genügend Wasser, Lebensmitteln und alkoholischen Getränken für 1 Woche ausstatten, da man sich vor Ort nichts besorgen kann. An diese Umstellung muss man sich doch erst einmal gewöhnen, es ist aber eine ideale Möglichkeit, um neue Leute kennen zu lernen. Strom und Wasser (Frischwasser als auch Brauchwasser-Entleerung) gibt es übrigens auch nicht, genauso wie Handy- oder Internetempfang. Lediglich Dixie-Klos sind vorhanden.

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Die Wohnwägen und Zelte beim Burning Man Festival sind in einem offenen Kreis angeordnet.

Wichtige Tipps für Burning Man Festival Besucher

  • Ein Wohnmobil (engl. RV / Caravan) ist absolutes Muss für jeden Festival Besucher. Es gibt Sandstürme mit sehr feinem Sand. In einem Zelt hat man sonst alles sofort voller Sand! Sein Wohnmobil sowie den Flug in die USA sollte man so früh wie möglich buchen, da besonders die 1-2 Tage vor dem Start extrem viele Menschen zum Festival wollen. Reno mit seinem Flughafen ist am nächsten an Black Rock City, doch sind hierher die Flüge meist auch am teuersten und die Caravans kosten gleich mal 50% mehr als unterm Jahr. Wer den Burningman Besuch gleich mit einer Rundreise durch die USA oder zumindest den Westen der USA verknüpfen möchte, sollte nach San Francisco fliegen und sich dort einen Caravan ausleihen. Je größer desto besser, denn man hat schnell keine Lust mehr den Küchentisch jeden Abend in ein Bett umzubauen.
  • Man muss Essen, Trinken, Hygieneartikel, Kleidung, etc. für eine Woche dabei haben, das wird am Eingang kontrolliert. Auf dem Festival selbst ist Geld verpöhnt. Es gibt nur im Center-Camp die Möglichkeit becherweise Limo, Wasser, Kaffee oder Tee zu kaufen, sowie Säcke mit Eiswürfeln. Ansonsten gibt es beim Burning Man Festival nichts (!) zu kaufen.
  • Die meisten Besucher organisieren sich in sogenannten „Camps„. Am besten über Foren nach anderen Burning Man Besuchern suchen, oder gleich selbst eine Truppe organisieren. So kann man sich bestimmte Luxus-Artikel wie einen Generator oder ein Bar-Zelt untereinander aufteilen
  • Black Rock City findet in einem ausgetrockneten See statt. Hier gibt es keine Pflanzen, Steine, Wasser oder ähnliches, sondern es ist einfach nur Wüste mit sehr feinem, lehmigem Sand. Dieser kommt durch jede Ritze und ist praktisch immer in der Luft. Bei Sandstürmen kann sich auch die ganze Luft braun färben, so dass man keine 2 Meter weit mehr sieht. Deshalb ist ein Mund- / Nasenschutz immer mit sich zu führen. Man kann normale Staubfilter nehmen oder sich einfach ein Tuch umbinden wie die Cowboys. Ich habe mich für ein Multifunktions-Schlauchtuch entschieden, das man bequem um den Hals tragen kann wenn man es nicht braucht und schnell über Mund und Nase ziehen kann, wenn Staub in der Luft ist. Eine Sonnenbrille oder besser sogar noch eine Skibrille sind für die Augen auch unentbehrlich. Deshalb am besten 2 Stück mitnehmen, falls eine kaputt geht, denn es gibt ja nichts zu kaufen!
  • Es gibt öffentliche Toiletten (Dixie Klos) auf dem ganzen Gelände, Toilettenpapier sollte man allerdings selber mitbringen. Duschen sowie Wasser im Allgemeinen gibt es keines! Man sollte auch beachten, dass man das im Wohnmobil mitgeführte Wasser auch zum kochen, abwaschen, etc. benötigt und auch der Restwasserbehälter nur eine bestimmte Menge fasst. Wir waren zu zweit unterwegs und konnten in 7 Tagen 1x duschen. Ansonsten kann man sich natürlich auch mit einem Waschlappen den Körper und das Gesicht waschen, aber in Summe bleibt man mehr oder weniger ungewaschen. Durch den Staub und den Wind fühlt man sich jedoch nie klebrig oder verschwitzt.
  • Wer den Brauchwasser-Behälter voll hat sollte sich am besten was zu trinken schnappen und vor dem Wohnmobil warten bis ein „Waste-Water-Truck“ vorbeifährt. Diesen dann anhalten und mit ihm ausmachen, dass er einem das Brauchwasser absaugt. Hat bei uns ca. 50 USD gekostet, aber dann kann man wenigstens mit Wasser-Kanistern den Wohnmobil-Tank wieder befüllen und abwaschen, kochen, spülen, etc.
  • Da es kein Geld gibt geht man einfach zu anderen Camps die eine Bar, Disco oder ähnliches eingerichtet haben, stellt sich dort vor und bekommt in den meisten Fällen etwas zu Trinken angeboten. Der Höflichkeit halber sollte man auch hin und wieder eine Flasche mitbringen, wenn man häufiger am gleichen Platz vorbeischaut. Da vor Ort nichts eingekauft werden kann: Unbedingt vorab genug besorgen!
  • Burnign Man ist riesig. Es ist in einem 3/4 Kreis aufgebaut mit mehreren Hauptstraßen nach aussen. Die Hauptstraßen sind nach Uhrzeiten geordnet, z.B. 12:30 Uhr. Die äußeren Ringe sind nach Buchstaben geordnet – A, B, C, etc. Dabei lassen sich die Veranstalter für die Buchstaben je nach Motto lustige Namen einfallen. Wenn man jemanden trifft und sagen möchte wo man sein Camp hat sagt man einfach „I live 12:30 between Darwin and Earth on the right side“. Eine Flagge, hohe Stange oder ähnliches ist zu empfehlen um den Wiedererkennungswert zu steigern. Wohnmobile sehen sonst immer ziemlich ähnlich aus.
  • Man sollte sich vor dem Burning Man Festival unbedingt ein gebrauchtes Fahrrad besorgen, um schnell von A nach B zu kommen oder einfach nur um rumzucruisen. Das Kiwanis Bikes Programm für Burning Man ist hier grandios. Für wenige Dollars bekommt man ein funktionsfähiges Fahrrad und das Geld kommt einem guten Zweck zugute. Ansonsten sind nur „Mutant Vehicles“ zugelassen, also Fahrzeuge die kreativ verändert wurden und garantiert auf keiner Straße mehr fahren dürfen.
  • Nach dem Burning-Man Festival bieten Indianer aus dem lokalen Reservoir neben der Straße eine Reinigung des RV’s an. Hier sollte man abwarten bis man ein Schild sieht auf dem Interiour & Exteriour Cleaning steht. Die ersten Stationen reinigen nämlich nur aussen, aber gerade die Innenreinigung ist sehr wichtig. Wer das nicht macht, wird bei der Rückgabe der RVs an den Verleiher kräftig Putzzuschlag bezahlen! Es gibt auch Plätze für „Waste Dumping„, hier kann man dann seinen Müll gegen eine kleine Gebühr direkt entsorgen.

Video-Eindrücke vom Burning Man Festival 2017

Video-Eindrücke vom Burning Man Festival 2016

Anreise nach Black Rock City zum Burning Man Festival

Anreise per Flugzeug

Der am nächsten gelegene Flughafen ist Reno. Hier sind die Flüge vor Burning Man allerdings am teuersten und auch die RVs (Wohnmobile) haben hier spezielle Burning-Man Preise, sofern man überhaupt noch einen findet. Günstiger ist es zum Flughafen San Francisco zu fliegen und sich dort im Voraus einen großen RV auszuleihen. In den USA darf man jede Größe mit einem normalen Führerschein fahren. Man sollte nur über 21 Jahre alt sein und eine Kreditkarte besitzen. Von San Francisco fährt man dann mit dem RV 2 Stage und von Reno aus 1 Tag mitten in die Wüste von Nevada. Unbedingt in Reno den Tank komplett vollmachen. Nach Reno kommen nur noch wenige Tankstellen mit stolzen Preisen und meist langen Warteschlangen.

Burning Man mit Rundreise durch die USA verknüpfen:

Es bietet sich auch eine Rundreise durch den Westen der USA an: San Francisco, Reno, Burning Man, Reno, durch das Death Valley nach Las Vegas oder in den Yosemite National Park, Los Angeles. Hier ist möglich, einen Abstecher nach Mexiko, Tijuana, zu machen. Einfach das Wohnmobil auf einem bewachten Parkplatz an der Grenze abstellen und mit dem Bus übersetzen – anschließend der Küste entlang hoch nach San Francisco fahren.

Tickets für das Burning Man Festival

Tickets für das Festival mitten in der Wüste, könnt ihr online kaufen – z.B. hier.

Bildquelle: vividseats